In diesem Kapitel soll es um die erste Inbetriebnahme und das Einstellen vom 3Digi gehen. Dabei ist mit großer Sorgfalt vorzugehen. Eine falsche Einstellung, z.B. bei der Sensorwirkrichtung, kann den Heli unfliegbar machen.

Von Zeit zu Zeit werden auf der Webseite www.3Digi.de im dortigen Download Bereich neue Versionen der Firmware veröffentlicht. Die Versionsnummer der aktuell auf dem 3Digi aufgespielten Version sieht man nach dem Verbinden des 3Digi mit dem Einstellprogramm im Bereich Information.

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Falls eine neue höhere Version veröffentlicht wurde, sollte diese zunächst aktualisiert werden. Informationen zur Durchführung der Firmware Aktualisierung sind im Kapitel Firmware Update zu finden.

Mit der Schaltfläche am oberen rechten Rand wird der Setup Assistent gestartet. Dieser führt schrittweise durch die Basis-Installation des 3Digi.

Einbau

Der Sensor sollte am besten auf der für den Zweck vorgesehenen Gyro-Plattform oder einem ähnlich geeigneten vibrationsarmen Platz montiert werden. Für die Montage empfiehlt sich ein eher härteres Polsterklebeband, z.B. Tesa Spiegel Klebeband. Die Art des optimal zu verwendenden Klebebandes kann sich allerdings von Heli zu Heli unterscheiden, so dass man bei unzureichender Sensorwirkung mit unterschiedlichen Materialien und Dämpfungen experimentieren sollte.

Der 3Digi kann in beliebiger Lage eingebaut werden, solange sich die Achsen parallel zu den Längs-, Quer- und Hochachsen des Helikopters befinden. In den Parametern ist die verwendete Einbaurichtung einstellbar.

Die genauen Steckplätze für die einzelnen Servos können dem Kapitel Anschlüsse entnommen werden. Die Kabel der Servos sollten locker aus dem 3Digi geführt werden, nach einigen Zentimetern jedoch am Chassis abgestützt werden. So werden über die Kabel keine Vibrationen übertragen und die Kabel können gleichzeitig nicht ins Schwingen geraten.

Hinweis: Das Heck-Servo ist in der 3Digi-Grundkonfiguration als normales Digital-Servo konfiguriert. Wenn man ein spezielles Heck-Servo mit verändertem Neutralpunkt verwendet, z.B. Futaba BLS 251 oder ähnliche, sollte man dieses erst nach dessen Konfiguration einstecken. Ansonsten könnte das Servo auf Anschlag laufen und beschädigt werden. Außerdem sollte man bis zum Einstellen der Servo-Parameter die Servohebel noch nicht montieren oder die Gestänge zunächst aushängen. Um ein ungewolltes Anlaufen des Rotors zu verhindern, empfiehlt es sich evtl. auch, bis zum Abschluss der ersten Einstellungen die Kabel vom Motor zu trennen oder den Motor mit Antriebsritzel vom Hauptzahnrad abzuziehen.

Vorbereitung der Fernsteuerung

Bei der Vorbereitung der Fernsteuerung für die Verwendung mit dem 3Digi sollte man am besten einen neuen Modellspeicher verwenden oder einen bestehenden zunächst auf die Werkseinstellung zurück setzen.

Als Typ für den Modellspeicher die Helikopter Konfiguration und als Taumelscheibenmischer H1 (mechanische Mischung) wählen. Die Steuerbefehle für Roll, Nick und Pitch werden dabei getrennt in einzelnen Kanälen an den 3Digi übertragen.

Durch die Auswahl eines neuen Modellspeichers sollte auch gewährleistet sein, dass alle Trimmungen der Steuerkanäle auf 0 gesetzt sind.

Expo kann nach persönlichen Gewohnheiten auf den Steuerfunktionen aktiviert werden.

Die Gas-Kurven sind wie gewohnt zu programmieren.

Nach dem Einbau des 3Digi in den Helikopter sollte vor dem ersten Start auch unbedingt ein Reichweitentest der Funkfernsteuerung durchführt werden!

Installation der Software

Das Installationsprogramm bzw. Setup für die Einstellsoftware vom 3Digi wird z.B. auf der Webseite www.3Digi.de im dortigen Download Bereich zum Herunterladen angeboten.

Nachdem das aktuelle Setup dort ausgewählt, herunter geladen und auf der lokalen Festplatte gespeichert worden ist, kann es durch Doppelklick auf die Datei ausgeführt werden. Das Installationsprogramm wird gestartet und das folgende Fenster erscheint.

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Hier kann man seine bevorzugte Sprache für den Installationsvorgang auswählen und dann auf OK klicken. Das Programm führt dann durch die weiteren Dialoge, in denen u.a. die zu installierenden Komponenten und das Zielverzeichnis ausgewählt werden können.

Nach der Installation befindet sich im Startmenü oder auf dem Desktop ein Symbol, mit dem das Einstellprogramm gestartet werden kann.

Kurzüberblick Einstellprogramm

Hier noch ein kurzer Überblick über die für die Ersteinstellung wichtigsten Funktionen des Einstellprogramms.

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Bevor der 3Digi eingestellt werden kann, muss zunächst die Verbindung mit ihm hergestellt werden. Dazu den 3Digi per USB-Kabel mit dem PC verbinden, warten, bis der 3Digi initialisiert hat, und dann auf Verbinden klicken. Das Programm lädt dann die aktuellen Einstellungen vom 3Digi und diese können anschließend angepasst werden.

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Im Einstellprogramm veränderte Werte werden zunächst nur temporär auf dem 3Digi gespeichert. Wenn man jetzt die Stromversorgung trennen würde, wären die neuen Werte verloren und die alten wären beim nächsten Start wieder aktiv. Permanent werden die Werte erst gespeichert, wenn man auf die Schaltfläche Speichern in der Symbolleiste klickt.

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Die Einstellungen der Konfiguration sind aus Sicherheitsgründen zunächst für Veränderungen gesperrt. Wenn hier beim Feinjustieren der Parameter oder Anschauen der Konfiguration ein versehentlicher Klick erfolgt und z.B. die Sensorwirkrichtung verstellt wird, kann das fatale Folgen haben. In der Symbolleiste befindet sich daher eine Schaltfläche mit einem Schloss als Symbol. Ein Klick darauf gibt die Konfigurationseinstellungen frei.

Grundeinstellungen vornehmen

Zum Vornehmen der ersten Grundeinstellungen muss der 3Digi zunächst mit dem Einstellprogramm verbunden werden. Dazu den 3Digi und den Rechner per USB Kabel verbinden und abwarten, bis der 3Digi initialisiert hat. Dann in der Einstellsoftware auf Verbinden klicken.

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Wenn der 3Digi das erste Mal in Betrieb genommen und mit der Einstellsoftware verbunden wird, kann die obige Meldung erscheinen, die mit Ja bestätigt werden sollte.

Es erfolgt dann eine Erst-Initialisierung und ein Rücksetzen der Parameter auf Standard-Werte.

Nach erfolgreichem Abschluss des Vorgangs wird eine Meldung ausgegeben und anschließend der Setup-Assistent gestartet. Dort wird schrittweise durch die erste Installation des 3Digi geführt.

Falls es für den verwendeten Heli bereits ein vorgefertigtes Setup gibt (evtl. kann man dieses im Internet herunterladen), so kann dieses jetzt mit dem Menü Datei|Setup aus Datei laden geladen werden. Es müssen dann evtl. nur noch einige wenige Parameter angepasst werden, wie z.B. Trimmungen und Sensorwirkrichtungen. Einige der oben erwähnten Schritte können dann übersprungen werden. Es sollten aber grundsätzlich alle geladenen Werte noch mal kritisch überprüft werden!

Betrieb

Die folgenden Unterkapitel enthalten verschiedene Informationen, die für den Betrieb des 3Digi wichtig sind.

Anschaltvorgang

Wenn der 3Digi mit der Stromversorgung verbunden worden ist, werden zunächst die Sensoren geprüft und der Nullpunkt ermittelt. Während dieser Zeit sollte der Heli absolut stillstehen und nicht bewegt werden. Außerdem werden die Neutralpositionen der Steuerknüppel eingelesen. Diese sind daher in Neutralposition, Pitch auf voll negativ, zu lassen.

Der Abschluss dieses Vorgangs wird durch eine zweimalige Drehbewegung der Taumelscheibe angezeigt. Ab diesem Zeitpunkt werden die angeschlossenen Servos und der ESC angesteuert.

Hinweis: Wenn die Drehbewegung nicht erfolgt, ist ein Problem bei der Initialisierung aufgetreten und es darf so auf keinen Fall geflogen werden! Die Servos bleiben in diesem Fall kraftlos und der ESC wird nicht angesteuert.

Anschaltvorgang Trimmflug

Voraussetzung für einen Trimmflug ist zunächst, dass der Auto-Trimm in mindestens einem der Parametersätze aktiviert worden ist.

Beim Verbinden des 3Digi mit der Stromversorgung muss der Pitchknüppel in der Mitte stehen (0 Grad, entspricht in den Testdaten einem Wert für Pitch zwischen –30 und 30), die anderen Hebel in Neutralposition. Eine erfolgreiche Aktivierung des Trimmfluges wird mit einer kurzen Pause zwischen den beiden Drehungen der Taumelscheibe angezeigt.

Hinweis: Bei diesem Vorgang ist darauf zu achten, dass der Motor des Helikopters nicht versehentlich anläuft, wenn sich der Pitchhebel in der Mittelposition befindet! Verhindern kann man dieses z.B. durch entsprechende Anpassung in der Fernsteuerung (Gaskurve) oder durch Betätigung des Autorotationsschalters.

Vorflugkontrolle und Start

Vor jedem Start sollte der Helikopter zunächst auf äußere mechanische Beschädigungen geprüft werden.

Dann zunächst den Sender und danach den 3Digi einschalten. Dieser initialisiert und prüft dann die Sensoren sowie den RC Eingang. Wenn alles richtig initialisiert wurde, quittiert er das mit 2 Drehungen der Taumelscheibe.

Jetzt sollte kurz die Funktion der Taumelscheibenservos, z.B. durch kurzes Pitch geben, und des Heckservos geprüft werden.

Anschließend die Taumelscheibe waagerecht und die Heckblätter wieder gerade stellen. Die Taumelscheibe sollte sich, je nach Einstellung, auch von selbst neutralisieren.

Jetzt kann der Motor gestartet und dann bei genügend Drehzahl abgehoben werden. Wenn der Helikopter sich während des Abhebens noch am Boden befindet, sollten möglichst keine Steuerkommandos geben werden!

Status-LEDs

3Digi zeigt verschiedene Betriebszustände durch unterschiedliches Blinken der roten und grünen LED an.

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SD-Karte

Für die Aufzeichnung der verschiedenen Log-Daten benötigt der 3Digi eine Micro-SD Karte. Karten in der Größe 2GB bis 4GB sind ausreichend. Die Karte sollte mit einem Fat32 Dateisystem formatiert sein.

Die Log-Dateien werden auf der SD Karte in nummerierten Unterverzeichnissen abgelegt. Pro Unterverzeichnis werden jeweils 100 Flüge gespeichert. Das Verzeichnis „00000000“ enthält z.B. die Dateien der Flüge 1 bis 99, das Verzeichnis „00000001“ die Flüge 100 bis 199 usw.

Bereits eine Karte mit nur 2GB reicht für eine große Menge an Flugaufzeichnungen. Man sollte aber stets darauf achten, dass die Karte nicht zu voll wird und deshalb dann keine Daten mehr abgespeichert werden können!